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E-Autos noch viel zu teuer

Zurück zur Übersicht27.02.11

Die Anschaffung eines Elektroautos ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch eine sehr kostspielige Angelegenheit. Seine Anschaffungskosten sind es vor allem, die seiner schnellen Verbreitung im Wege stehen dürften. Die potenziellen Kunden von E-Autos dürften sich bislang in Grenzen halten.

Der ADAC hat Peugeots Stromer iOn einem vergleichbaren Modell mit Benzinmotor, dem Peugeot 107 70 Filou, gegenübergestellt. Das Ergebnis: Das Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist bei den Gesamtkosten um rund die Hälfte günstiger als das vergleichbare E-Auto. So fallen für den iOn demnach monatlich rund 700 Euro an, während es beim Filou unter vergleichbaren Rahmenbedingungen mit rund 335 Euro weniger als die Hälfte ist. Der Kostenvergleich der beiden Peugeot-Modelle ließe sich auch auf andere Elektroautos, die 2011 auf dem Markt sind, übertragen, betont der ADAC.

Obwohl der iOn im Verbrauch günstiger ist, sprengen die Kosten für die Anschaffung des E-Autos den Rahmen. Der daraus resultierende Wertverlust entpuppe sich als größter Kostenfaktor, so der Autoklub.

Die Rate für einen geleasten iOn beträgt monatlich 584 Euro bei einer Haltedauer von 48 Monaten und einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern, inklusive Wartungs-, Verschleiß- und Reifenkosten. Bei den Stromkosten wurden die Verbrauchsangaben des Herstellers mit einem durchschnittlichen Strompreis von 22 Cent pro Kilowattstunde zugrundegelegt. Beim Neukauf eines Peugeots mit herkömmlichem Antrieb (ab 10.990 Euro) wurden eine identische Haltedauer und eine gleiche Jahreslaufleistung angenommen (inklusive Wertverlust und Ausgaben für Werkstatt und Reifen). Auch Versicherung und Kfz-Steuer wurden berücksichtigt, wobei beim E-Auto die Kfz-Steuer für die ersten fünf Jahre entfällt.

Durch die hohen Anschaffungskosten mit bis zu 60.000 Euro für kleine E-Autos bleibe die Elektromobilität einer kaufkräftigen, umweltbewussten Elite vorbehalten, so das Fazit des Klubs. Zu bedenken wird gegeben, dass es noch keine verlässlichen Daten zur Haltbarkeit von Batterien in E-Autos vorliegen. Hier könnten zusätzliche Kosten entstehen, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nicht anfallen. (Auto-Reporter.NET/arie)

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