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EU-Rekord: 6,4 Milliarden für Forschung und Entwicklung

Zurück zur Übersicht22.07.10

Mit Rekord-Investitionen in Forschung und Entwicklung will die EU-Kommission die europäische Wirtschaft in Schwung bringen. Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn kündigte in Brüssel ein Förderpaket für 2011 an, das einen Umfang von fast 6,4 Milliarden Euro haben soll. Das ist das bisher größte einschlägige Investitionspaket der EU. Geoghegan-Quinn geht davon aus, dass dadurch mindestens 165.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

"Investitionen in Forschung und Entwicklung sind der einzige Weg, der intelligent und dauerhaft aus der Krise führt hin zu einem nachhaltigen und sozial gerechten Wachstum", erläuterte die Kommissarin. Gefördert werden soll eine breite Palette wissenschaftlicher Disziplinen, Politik- und Unternehmensbereiche. Die Initiative konzentriert sich u.a. auf den Klimawandel, die Energieversorgungs- und Ernährungssicherheit sowie Gesundheit und die Alterung der Bevölkerung.

Die Fördermittel sollen rund 16.000 Empfängern aus Forschungsorganisationen, Universitäten und der Wirtschaft zugute kommen, unter ihnen auch rund 3.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Zuschüsse werden im Rahmen von Ausschreibungen ("Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen") vergeben, die in den kommenden 14 Monaten umgesetzt und ausgewertet werden.

Eines der Kernziele besteht darin, Forschungsarbeiten auf neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu übertragen. Zum Tragen kommt dies etwa in der Gesundheitsforschung, den Nanotechnologien oder den Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Paket ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Zehnjahres-Strategie Europa 2020 und insbesondere der im Herbst 2010 beginnenden Leitinitiative "Union der Innovation".

Das Paket ist Teil des Siebten Forschungsrahmenprogramms (2007-2013), das über 50,5 Milliarden Euro umfasst und somit das weltweit größte Einzelprogramm im Forschungsbereich ist. Die für 2011 vorgesehenen Zuschüsse liegen zwölf Prozent über dem Budget von 2010 (5,7 Milliarden Euro) und 30 Prozent über den Mitteln von 2009 (4,9 Milliarden Euro). (News-Reporter.NET/um)

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