Finger weg von Strohmännern zum Punkte-Tausch!Zurück zur Übersicht27.01.12
Es könnte so einfach sein: Geblitzt werden oder bei Rot über die Ampel fahren und es droht nur ein Bußgeld, aber kein Punkt in Flensburg. Das versprechen zumindest einige dubiose Anbieter im Internet, wie die Februar-Ausgabe der „ADAC Motorwelt“ berichtet. Agenturen bieten an, die entstandenen Punkte durch Strohmänner und gegen Bezahlung zu übernehmen. Für beispielsweise 100 Euro Bearbeitungsgebühr und weitere 100 Euro pro Punkt suchen die Dienstleister Führerscheininhaber, die gegen Bezahlung bereit sind, Punkte auf ihr Flensburger Konto zu übernehmen. Diese geben gegenüber der Bußgeldstelle an, dass sie zum Zeitpunkt des Vergehens mit dem Fahrzeug unterwegs waren und übernehmen die Strafe. Der tatsächlich Verantwortliche bezahlt das Bußgeld. Wenn Alter, Geschlecht und Aussehen des echten und falschen Verkehrssünders in etwa übereinstimmen, fällt der Polizei der Schwindel nicht unbedingt auf.Kommt die Polizei jedoch hinter den Tauschhandel, könnte das ernstzunehmende Konsequenzen für beide Seiten haben, warnt der Automobilklub. So begehe der falsche Fahrer eine mittelbare Falschbekundung. Für diese Straftat sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren vor. Der tatsächliche Verkehrssünder riskiert bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft.In dem Zusammenhang weist der Klub darauf hin, dass der Gesetzgeber eine günstigere und völlig legale Möglichkeit des Punkteabbaus durch Aufbauseminare in Fahrschulen vorgesehen hat. (Auto-Reporter.NET/sr) Nachrichten
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