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Toyota blickt optimistisch in die Zukunft

Zurück zur Übersicht27.01.12

Mit knapp acht Millionen verkauften Fahrzeugen in 2011 musste der Toyota-Konzern seine Spitzenposition wieder an General Motors abgeben. Weniger als drei Jahre nach seiner Insolvenz schaffte der vom US-Staat anschließend massiv unterstützte Autobauer wohl auch mittelfristig die Wende und wurde mit 9,026 Millionen abgesetzten Fahrzeugen erfolgreichster Hersteller. Doch Toyota – nach den vorangegangenen spektakulären Rückrufaktionen von rund zehn Millionen Fahrzeugen und den damit verbundenen Image-Verlusten im letzten Jahr zusätzlich durch Erdbeben und Tsunami im eigenen Land sowie den Überschwemmungen in Thailand massiv in der Produktion gebeutelt – will in 2012 zumindest wieder den zweiten Rang einnehmen, den man obendrein an den Volkswagen-Konzern (8,16 Millionen Autos) verlor. Nach Wiedereinführung staatlicher Zuschüsse für den Kauf umweltfreundlicher Autos im Lande Nippons korrigierte man jetzt sogar die Absatzprognose auf 8,58 Millionen Fahrzeuge nach oben – mehr als 20 Prozent als im Vorjahr.Da Toyota bislang mit seinen Prognosen zurückhaltend war, kann man davon ausgehen, dass die Verkäufe ohne neue Katastrophen wohl noch etwas höher liegen werden. Ob das reicht, um bereits in 2012 zu General Motors, allein die Marke Chevrolet erreichte im letzten Jahr ein Rekord-Ergebnis von 4,76 Millionen Autos und dürfte in diesem Jahr nochmals zulegen, aufzuschließen, erscheint allerdings unmöglich. Nicht aber, den VW-Konzern zu überholen, zumal der Absatz in China viel von seinem Momentum verloren hat.Auf jeden Fall sind Renault/Nissan, einige Statistiker errechneten für das Duo sogar einen Absatz von 8,03 Millionen Fahrzeugen in 2011 und integrierten dabei die über 600.000 Verkäufe des russischen Herstellers AwtoWAS, an dem Renault allerdings nur eine Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent hält, und auch Hyundai/Kia (6,53 Millionen) derzeit keine Rivalen um einen Podestplatz. Und damit das auch so bleibt, kümmert sich Toyota neben der Erneuerung seiner Modellpalette nun auch intensiver um die lange Zeit vernachlässigten aufstrebenden Märkte. Mit neuen Fabriken unter anderem in Brasilien, China und Thailand und neuen, preiswerten Kleinwagen will man bis 2015 dort den Anteil am Gesamtabsatz von gegenwärtig 40 auf 50 Prozent steigern. Eine Strategie, die unter anderem Nissan und Hyundai schon länger und erfolgreich verfolgen. Werden diese Pläne erfolgreich umgesetzt, könnte auch die Vormachtstellung von General Motors wieder ins Wanken geraten (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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